KLEINER HYDRAULIKLEHRGANG FÜR EINSTEIGER


             BAUSTELLE                                                               



Als hydrostatische Getriebe bezeichnet man in der Technik die Verbindung einer Hydraulikpumpe mit einem oder mehreren Hydraulikmotoren. Solche Getriebe können einen bis zu mehrere Meter großen Abstand zwischen Pumpen- und Motorteil haben, weil durch die auftretenden hohen Drücke kein Strömungsabriss (wie beim hydrodynamischen Getriebe) erfolgen kann. Durch stufenloses Ändern des Ölflusses zwischen Hydraulikpumpe und Hydraulikmotor, z.B. durch Förder- bzw. Schluckvolumenänderung, lässt sich die Übersetzung stufenlos einstellen.

Bei hydrostatischen Getrieben sind der Pumpen- und Motoranteil meist bis auf Kleinigkeiten gleich aufgebaut. Der Aufbau bei hydrostatischen Fahrantrieben ist meist eine Fingerkolbenpumpe bzw. -motor (auch Axialkolbenpumpe/-motor). Axial zur Antriebswelle der Pumpe ist das Pumpengehäuse angeordnet. Im Inneren befindet sich ein Ring mit kreisförmig angeordneten Zylinderbohrungen, in die in gleicher Anordnung Fingerkolben eingesetzt sind. Diese Kolben sind axial mit einer sich mit dem Gehäuse mitdrehenden Gleitscheibe verbunden, wobei sich bei verstellbaren Maschinen der Winkel der Scheibe im Verhältnis zum Ring mit den Kolben (Schrägscheibenmaschine) oder der Winkel des Ringes im Verhältnis zur Scheibe (Schrägachsenmaschine) verändern lässt.

Solange der Winkel zwischen Scheibe und dem Ring mit den Kolben 0° beträgt, findet keine Förderung statt. Knickt man die Kolbenseite oder die Scheibe (je nach Bauart) zur Seite aus, so treten die Kolben während der Drehbewegung ausgelöst durch die Schrägstellung der Scheibe bzw. des Ringes mit den Kolben auf der Knickinnenseite tiefer in das Pumpengehäuse ein und auf der anderen Seite aus. Damit ergibt sich eine Druck- und eine Sogseite, welche durch eine Art Zylinderkopf voneinander getrennt werden. Somit beginnt die Pumpe bei Drehung zu fördern. Die Pumpe ist durch Druckleitungen mit dem ähnlich aufgebauten Hydraulikmotor verbunden, der die hydraulische Energie (Druck, Volumenstrom) wieder in eine mechanische Energie (also eine Drehbewegung) umwandelt. Durch Änderung von Knickwinkel und Knickrichtung an der Pumpe können Fördermenge und Förderrichtung und somit Übersetzung und Fahrtrichtung gesteuert werden.



Verstellpumpe









Hydraulikzylinder


                                  

einfachwirkender Zylinder  (Öldruck)                        doppelwirkender Zylinder (Öldruck)

 Rückstellung über Gegenkraft ,hier Federkraft

zb als Hubzylinder einsetzbar                                    zb als Neigezylinder oder Lenkzylinder





Standard Hubgerüst Animation


Einfachwirkende Zylinder heben den Innenmast des Hubgerüstes über den Druck der vom betätigtem offenen Steuerventil "Heben" kommt an .  Über Umlenkrollen und Ketten wird der Gabelträger mit den Gabelzinken mitgenommen und angehoben.

Beim Ablassen des Gabelträgers drückt das Gewicht des Gabelträgers über das betätigte  Steuerventil "Senken" das Hydraulik Öl zum Hydrauliktank zurück.




Neigezylinder Funktion




Neigezyl ausgefahren    /        Hebel vorneigen betätigt




Neigezylinder eingefahren   /       Hebel zurückneigen betätigt